Anerkennung, Reinhard Bauer Architekt, München

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Anerkennung

Reinhard Bauer Architekt BDA
Ickstattstr. 11a, 80469 München
www.reinhardbauerarchitekten.de

Hilfskraft Herbert Mehner

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Das dreigeschossige Gebäude positioniert sich als kompakter Baukörper, der mit der leicht aus der quadratischen Grundform verschobenen Geometrie räumlich auf die Nachbarbebauung nach vier Seiten eingeht. Diese Orientierung spiegelt sich auch in der entsprechend asymmetrischen Dachform, einem umlaufenden  Walm wieder, der in der Dachmitte von einem großzügigen Oberlicht abgeschlossen wird, das den innenliegenden, offenen Treppenraum bis in das Erdgeschoss mit Tageslicht versorgt.

Durch die Konzentrierung der Baumasse ergeben sich ausreichende Vorbereiche, vor allem nach Süden mit den Eingängen in  das Rathaus und das Touristikbüro.

Der Grundriss spiegelt konsequent die Gebäudeform wieder, in dem sich die Büroräume nach vier Seiten um den Erschließungsbereich legen. Dadurch entstehen entsprechend kurze Erschließungswege und eine gute Übersichtlichkeit für die Besucher. Gelungen sind die in den Geschossen wechselnden Öffnungen des inneren Erschließungskerns mit Ausblicken auf  markante Punkte der Umgebung. Gleichzeitig werden damit zusätzlich großzügige Kommunikationsflächen in den Geschossen geschaffen. Im Erdgeschoss sind die geforderten Flächen für die Tourist-Information nicht ausreichend nachgewiesen. Diese Flächen scheinen in diesem Bereich an der Nordwestecke durch einen Gebäuderücksprung verschenkt.

Die Fassaden sind  mit einem Wechsel von geschlossenen und offenen Flächen aus den Materialien Holz, Beton und Glas maßstäblich gegliedert. Allerdings ist der ungedämmte Sichtbeton aus bauphysikalischer und energetischer Sicht völlig unakzeptabel.  Damit ist die, durch die konzentrierte Baumasse mögliche energetische Effizienz des Entwurfs, im Fassadendetail verspielt. Eine Realisierung  wäre in dieser Bauweise, ohne ausreichende Kerndämmung nicht möglich. 

Über die Höhenlage des Gebäudes werden nur vage Angaben gemacht. Die Gestaltung der Vorzone zu den Eingängen des Gebäudes ist nicht formuliert. Es wird keine Aussage über Art und Verteilung von befestigten und unbefestigten Flächen getroffen. Die Zufahrt zu den Stellplätzen verläuft großflächig über den Gehweg an der Römerstraße, was als Mangel gesehen werden muss.