Truchtlaching

- Staatlich anerkannter Erholungsort im
Alztal -

Große Hügelgräber zeugen von der frühen Besiedlung Truchtlachings; es waren die Kelten, die sich 500 v. Chr. hier niederließen. Später beeinflussten die Römer von Bedaium aus diesen Ort, der schließlich in den Besitz der bayerischen Herzöge gelangte.

Die Lehensritter von Truchtlaching hatten im späten Mittelalter das Sagen. Sie waren Beamte des Erzbischofs von Salzburg und des Pfalzgrafen von Crainburg. Im Jahre 1347 überließ Kaiser Ludwig den Truchtlachinger Rittern die Zollerhebung an der Alzbrücke.
Auch in kirchliche Stellen gelangten sie: Philipp war Probst des Chorherrenstiftes Baumburg, Sophie, Martha und Dorothea waren im Kloster Frauenchiemsee Äbtissinnen. Sophie war es übrigens auch, die es sich seinerzeit mit ihren Nachbarn verdarb. Sie hatte das Fischlehen von Seebruck erworben  und ließ die Alz (Abfluss des Chiemsees) mit Baumstämmen und Pflöcken verzäunen, so dass die Klosterpröpste von Baumburg an ihrem Fischlehen in der Alz nicht mehr viel Freude  hatten. Lange danach erst konnte Herzog Heinrich der Reiche diesen Streit schlichten.

Von Fremdkörpern wie Auto- und Eisenbahnen blieb unser Gebiet gottlob verschont – selbst die jetzige Straße entstand erst nach 1945.
Wenn „ländliche Sommerfische“ irgendwo noch Bedeutung hat, dann trifft das sicherlich für Truchtlaching am ehesten zu. Wer Ruhe, Natur und ländliches Dorfleben genießen will, der ist im staatlich anerkannten Erholungsort im Alztal bestens aufgehoben.